C’est la vie – so ist das Leben?

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Verschlafen. Wie wunderbar, bekomme ich meine Bahn überhaupt? Lohnt es sich noch, zur Uni zu fahren? – ja, ich habe gesagt, dass ich kommen werde. Ich möchte mein Gesagtes auch einhalten. Dies waren die Gedanken mit denen ich mich gestern auf den Weg machte. Ich saß in meinem Auto und fuhr meinen Weg. Zwischenzeitlich war ich sogar der Meinung, meine Bahn noch bekommen zu können, bis die Autos vor mir anfingen, langsamer zu fahren. Zwei Polizeiautos und ein Krankenwagen. Das war die Schnellstraße, die ich schon immer für sehr gefährlich hielt. Die Straße wird schnell befahren und viele, die auf dem Weg nach Hamburg sind, müssen aus einer Nebenstraße versuchen, auf zwei Spuren zu achten, um dann endlich nach links abzubiegen. So wie ich, jeden Tag. 

Es ging vorwärts, geradeaus konnte man nicht fahren, aber ich musste sowieso nach rechts. Vorne stand ein schwarzes Auto, eine Frau saß drin. Ihr Gesicht war blass, sie starrte raus. Je näher ich kam, umso mehr konnte ich die Lage einschätzen. Weiter vorne sah ich es, was mir den Atem stockte – weiter vorne lag ein Motorrad, die Sachen des Fahrers lagen auf der Straße verstreut. Hoffentlich geht es ihm gut. Ich hoffte es so sehr. 

Ich musste abbiegen und die Autos vor mir fuhren in Schrittgeschwindigkeit, bis man auf ein weiteres Polizeiauto traf, welches uns nicht weiter fahren ließ. Wir mussten abbiegen. Ich kannte diesen Weg nicht, hatte mein Navi nicht dabei und als WLAN-Kind auch kein Internet. Die Gedanken an den Motorradfahrer ließen mir keine Ruhe und nun war ich dabei, mich zu verirren. Ich folgte einfach den anderen Autos und hoffte darauf mich irgendwo wiederzufinden. So war es schließlich auch. 

Auf dem Weg nach Hause fuhr ich meine gewohnte Strecke entlang und als ich an der Stelle angelangte, an der am Morgen noch der Unfall war – war nun nichts mehr zu sehen. Ich dachte daran, dass nur die wenigsten wohl wissen, was sich heute morgen hier noch abgespielt hatte. Mitleid mit der Frau hatte ich ebenfalls, es hätte jedem passieren können und so passte ich besonders auf, beim Abbiegen. 

Zuhause angekommenen suchte ich im Internet und fand auch, was ich gesucht hatte. Der Unfall wurde genau geschildert. Die Autofahrerin wollte gerade abbiegen, als sie das Motorrad kommen sah. Sie bremste, stand mit ihrem Auto jedoch ein wenig in der Spur. Der Motorradfahrer bremste, schaffte es nicht und fuhr gegen das Auto. Der 35-jährige Mann starb vor Ort. 

So oft sagt man sich ‚jeder Tag könnte der Letzte sein‘ – doch glaubt man auch daran? Sicherlich nicht, solange es einem nicht wirklich passiert.  

Sorgenfrei. 

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Die Sonne scheint, bringt eine leichte Brise mit sich, die das grüne Gras tanzen lässt und trägt den frischen Duft mit sich. Mein Kinn auf meine Hand gestützt, blicke ich aus dem Fenster und erinnere mich an damals, als ich in genau diesem Wetter in meiner Sandkiste saß, meiner Mutter Kuchen und Tee aus Sand servierte und meine einzige Sorge nur folgende war: darf ich noch ein bisschen weiter spielen?

Ich schließe meine Augen. Die Gedanken an eine sorglose Kindheit lassen mich glücklich werden. 

Erinnere mich daran, wie wir damals nur englisches Fernsehen besaßen und ich lauthals lachte, mit meiner kleinen Kinderstimme die kleine Wohnung füllte und eigentlich verstand ich kein Wort von dem was gesprochen wurde mit meinen süßen drei Jahren. 

Ich öffne meine Augen, atme tief ein und vernehme den Geruch von Holz. Denn so riecht es in dem Zimmer, in dem ich sitze und arbeite. Ich arbeite an einem Institut der Uni, dem besten aller Institute, gefüllt mit den aller freundlichsten Menschen dieser Welt. Denn eine Reihe vieler kleiner Zufälle, folgend aus einer einzigen guten Tat, brachten mich dorthin in dem Jahr, in dem ich fern blieb vom Geschichten schreiben hier. 

Doch machte ich auch nähere Bekanntschaft mit nicht allzu netten Menschen, die im Leben viel erreicht haben und hohe Positionen inne haben. Das Fach ‚Lineare Algebra‘ machte mir mehr zu schaffen, als ich geglaubt hatte zu Beginn. Alles andere lief gut, nicht mit Bestnoten, doch ich bin stolz auf das, was ich bis jetzt geschafft habe. Dies beinhaltet alle Mathefächer des Studiengangs. Für jemanden, der seit Schulbeginn eine große Schwäche in diesem Fach hatte, ist dieser Erfolg kein kleiner. Doch Lineare Algebra hatte sich offiziell zu meinem Feind erklärt und bevor mich dieser Feind einen Berg hinunter fallen lässt, den ich fast drei Jahre lang mit viel Mühe bestiegen hatte, war mein erster Anhaltspunkt mit meinem Studiengangsleiter zu sprechen. Was würde passieren, falls ich wirklich den Berg hinunter geschubst werde? 

‚Studieren scheint wohl nicht das Richtige für Sie zu sein.‘ Wohlgemerkt, es handelt sich bloß um ein einziges Fach. ‚Sie können zu einer Fachhochschule wechseln oder eine Ausbildung beginnen, denn Mathe scheint Ihnen nun wirklich nicht zu liegen. Man muss ja auch nicht immer studieren, man kann auch andere Wege finden, um etwas zu werden. Nur nicht das. Sie können nie wieder etwas studieren, was das Fach ‚Lineare Algebra‘ beinhaltet. Sie sollten dies gleich anmerken, ansonsten zieht es hohe Konsequenzen mit sich und davon rate ich Ihnen ab. Wie schaut es mit Theoretischer Physik aus?‘ ‚Habe ich bestanden.‘ ‚1 und 2?‘, fragte er ganz verdutzt. ‚Ja, 1 und 2!‘ Es folgte kurze Stille. ‚Und Physik?‘ Ohye, das war eines der Vorlesungen, die er hin und wieder hält. ‚Physik habe ich noch nicht geschrieben.‘ ‚Warum nicht?‘ Ich will nach Hause. Dieses Gespräch soll beendet werden. Bitte. ‚Ich war krank.‘ Stille. ‚Aha. Haben Sie denn auch ein Attest abgeschickt?‘ – ‚Ja, natürlich. Tue ich immer, wenn ich krank bin.‘ Ich will wirklich nach Hause! ‚Denn wenn sie das nicht getan haben, dann können sie hier nicht mehr weiter studieren und werden exmatrikuliert!‘ ‚Aber so ist es nicht. Ich habe immer ein Attest abgeschickt.‘ Wieder Stille. Ich wollte hilfreiche Tipps. Nicht im Verhör sitzen. ‚Warum quälen Sie sich mit diesem Studium?‘ Ich möchte wirklich wirklich weg von hier. ‚Ich quäle mich nicht, dieses Studium macht mir Spaß. Ich habe viel Freude daran und ich möchte aufgrund von einem Fach sicherlich nicht aufgeben. Ich habe es angefangen und werde es auch beenden.‘ Ich klang auf keinen Fall so stark, wie es hier scheint. Ich war dem weinen nahe, denn ich fühlte mich gedemütigt. Es wurde noch viel mehr gesagt, doch mir all das erneut ins Gedächtnis zu rufen, möchte ich nicht. Es dauerte, aber das Gespräch kam zu einem Ende. Ein Stein fiel mir vom Herzen, ich war erleichtert. ‚Frau D. können Sie dieses Gespräch nochmals Revue passieren lassen?‘ Frau D., jung, eingebildet, schrieb während unseren ganzen Gespräches Protokoll. Sie wiederholte das komplette Gespräch und beendete es mit ‚das Studium abzubrechen wird als aufgeben angesehen.‘

Ich ging mit dem Gedanken hinein wertvolle Tipps für meine Zukunft zu erhalten und kam mit dem Gedanken hinaus nichts wert zu sein an dieser Uni, da ich anscheinend nichts können würde. Der Professor hatte es geschafft, dass ich mich mit dem Gedanken befasste die Uni abzubrechen und etwas ganz anderes zu machen. Meinem Feind zu helfen und mich selbst den Berg hinunterfallen zu lassen und es an einem anderen erneut zu versuchen.

Damals lebten wir in einem Hochhaus. Eines Tages ging ich mit meinem Kuscheltier auf den Balkon. Es war ein Lama. Ich mochte mein Lama, aber nicht über alles. Daher tat es mir nicht leid ihn vom Balkon runter fallen zu lassen. Ich hatte meinen Spaß dabei, denn ich durfte alleine mit dem Fahrstuhl hinunter fahren und ihn wieder holen. Dies waren meine einzigen Sorgen. 

Aber nun sitze ich hier. Im besten Institut, gefüllt mit den freundlichsten Menschen. Habe ‚Lineare Algebra‘ und sogar ‚Physik‘ bestanden. Habe mir vorgenommen nicht aufzugeben und weiter zu machen.

If you fall, I will be there. -Floor

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Möchtet ihr wissen, wie zwei verschiedene Mädchen in unterschiedlichster Art und Weise sich in Uni blamieren können? -Dann lest weiter:

Es ist die Geschichte von M.
Hungrig, wie alle anderen Studenten, begab sich M. mit ihren Freundinnen in die Mensa. Es war überfüllt und einen Platz zu finden sehr schwierig. Ihre Freundinnen waren bereits damit fertig sich ihr Essen zu holen und während sie sich nach Plätzen suchend durch die Menschenmenge drängten, ging M. es ein wenig langsamer an. Gemütlich stellte sie eine Schüssel Mais neben ihr Essen. Auf den freute sie sich besonders.
Während ihre Freundinnen sich bereits einen Platz gesichert hatten, fokussierte M. die Mensa und suchte nach ihnen. Als sie sie schließlich gefunden hatte, wurden ihre Schritte sicherer und ihr Ziel lag klar vor Augen. Sie hatte ihren Platz fast erreicht, als ihr plötzlich ein Rucksack im Weg stand. Sie stolperte. Das Tablett fest in der Hand, beugte sie sich unfreiwillig über eine Stuhllehne, welche ihre Rippen zu zerquetschen schien. Währenddessen sorgte sie für einen Maisregen, welcher sich über ihre Freundinnen ergoss. Alle Augen der Stunden waren auf sie gerichtet.

Ja, es hört sich eher an wie eine Filmszene aus einem amerikanischen Highschool-Film. Jedoch kann ich euch nun sagen, dass sich solche Dinge auch in Wirklichkeit abspielen.

Die zweite Geschichte handelt von mir. Und ja, es ist mir noch immer peinlich wenn ich die eine bestimmte Person sehe.
Nun was passierte also? Ich begab mich in eine Übung und war viel zu früh da. Die Übungen finden bei uns in Klassenraum artigen Räumen statt und wir sind gut aufgeteilt, sodass sich in jeder Übung höchstens 20 Studenten befinden.
Die Übung sollte in 15 Minuten beginnen, doch dann erhielt ich eine Nachricht meiner Schwester, dass mein Auto gebraucht werden würde, da sie einen Arzttermin habe. Ich packte meine Sachen schnell ein und wollte mich sofort auf den Weg machen, bevor die Stunde begann.
Ich saß am Fenster und musste in der langen Reihe an einigen Kommilitonen vorbei, die mir netterweise auch Platz machten. Als ich am Ende der Reihe angekommen war, trat ich auf das lange Bändchen eines Rucksacks, welcher dort stand. Ich spürte nur noch, dass es rutschig war und im nächsten Moment lag ich auf dem Boden. Ich konnte nicht realisieren was mit mir passiert war und hörte Stimmen von allen Seiten, ob alles okay mit mir sei. Ich wollte und konnte meinen Schmerz nicht zum Ausdruck bringen und setzte mich erstmal hin. Ich schaute mit bösem Blick zum Rucksack und der Junge, dem dieser gehörte, entschuldigte sich. Meinen Ärger wollte ich in diesem Moment nicht zum Ausdruck bringen, da es mir sehr peinlich war. Von daher stand ich schnell auf und schoss durch die Tür.
Meine linke Körperhälfte hatte es am schlimmsten abbekommen. Ein blauer Fleck auf dem linken Knie, meine Hüfte tat weh und ich humpelte noch am nächsten Tag ein wenig beim gehen und meine linke Schulter, die noch bis heute weh tut.
Nun, eines Tages hätte ich mich ja blamieren müssen, da ich dies auf unterschiedlichster Art und Weise schon immer getan habe.
Nur hoffe ich jeden Tag, dass bei der nächsten Übung sich niemand mehr daran erinnern kann.

Verflucht seist du, Parkplatz!

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Gestern begann mein Tag mal wieder grandios! Nachdem ich mein Auto das letzte Mal so weit weg parken und einen langen Weg zu gehen hatte, entdeckte ich auf meinem unfreiwilligen Spaziergang zur Bahn einen weiteren Parkplatz. Dieser kostete genauso viel wie der andere und war zudem auch sehr viel näher am Bahnhof dran. Somit beschloss ich gestern mein Auto dort zu parken. Ich bin davon ausgegangen, dass dieser ziemlich voll sein würde. Doch er war es nicht. Leer, zu leer meiner Meinung nach. Doch Zeit zum nachdenken hatte ich natürlich keine und somit parkte ich dort, steckte mein Geld in den Automaten, holte mir meinen Parkschein und war gerade dabei diesen vorne, gut leserlich ins Auto zu legen. Während ich dies tat, sah ich, dass dieser bloß bis 11.30 Uhr gültig war. Warum? – Da man uns anscheinend nicht den Luxus gönnt, einen kurzen Weg zur Bahn zu haben. Mir blieb nichts anderes übrig als wieder in mein Auto zu steigen, zum anderen (weiten) Parkplatz zu fahren, nochmals Geld in den Automaten zu werfen und in Eiltempo zur Bahn zu gehen. Unterwegs wurde der nähere Parkplatz natürlich verflucht und ganz knapp bekam ich meine zweite Bahn, nachdem ich die erste verpasst hatte.
Eigentlich kein Problem, jedoch muss man bei der zweiten Bahn umsteigen und das finde ich ziemlich unangenehm.
Beim umsteigen in die zweite Bahn setzte ich mich hinter einen jungen Mann, der sehr mit seinem Handy beschäftigt war und sich Bilder anschaute. Ich setzte mich und konnte von meinem Platz aus zwar nicht mehr viel sehen, doch schien er Musik zu hören, da sich sein Kopf im Takt dazu zu bewegen schien. Dies tat er, bis der Kontrolleur kam. Denn in diesem Moment lehnte er seinen Kopf an die Scheibe und tat so, als würde er schlafen. Der Kontrolleur tippte ihm leicht auf die Schulter und er tat, als würde er aus einem tiefen Schlaf erwachen und wäre ziemlich verwirrt. Er wurde nach dem Fahrschein gebeten. Erst wühlte er noch in seiner Tasche und dann fragte er: „Wo sind wir gerade?“ Als Antwort erhielt er, dass die Bahn gleich in Lübeck halten werde. „Oh nein. Ich wollte schon eine vorher aussteigen!“ Er setzte ein trauriges und zugleich verwirrtes Gesicht auf, schaute nach rechts und links. Der Kontrolleur sagte bloß:“Sollten Sie halt nicht schlafen.“ Und er ging weiter.
Es dauerte nicht lange und die Bahn hielt in Lübeck. Der junge Mann vor mir stieg aus, obwohl er nach seiner Aussage hätte eigentlich sitzen bleiben müssen, damit er dort aussteigen kann wo er eigentlich auch aussteigen wollte. Nun, er stieg aus. Lief die Treppen nach oben und bahnte sich seinen Weg durch die Menschenmenge. Als würde er genau wissen, wohin er zu gehen hätte. Als würde er diesen Weg tagtäglich gehen.

Ich staune immer wieder über die Einfälle der Menschen.

Das Parkhaus. 

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Mein über alles gehasstes und dennoch geliebtes Parkhaus hat geschlossen. 540 kostenfreie Plätze sind von dem einen auf den anderen Tag weg. Der Grund dafür ist eine Sanierung, damit das Parkhaus nicht mehr so heruntergekommen ausschaut. Die Arbeiten gehen bis Ende Oktober. So lange keine neuen Parklplätze hinzukommen, macht die Sanierung wenig Sinn für mich und helfen tut dies niemandem. 

Natürlich gibt es auch andere Parkplätze um den Bahnkof herum. Kostenpflichtig. Selbst an jedem Straßenrand steht ein Automat. Sehr geschickt gemacht. Doch was bleibt mir nun anderes übrig? -gar nichts. 

Das 4.Semester hat begonnen und die ersten Tage verbringe ich damit, mich mit meinen neuen Fächern anzufreunden. Bis jetzt sieht alles schön, gut und machbar aus. Aber während der Klausurenphase werde ich meine Meinung doch wieder ändern. Dabei bin ich mir ganz sicher. 

Glücklicherweise spielt das Wetter mit und man kann in den Sonnenstrahlen für einige wenige Augenblicke den Alltag vergessen.  

 

Ein Märchen.

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Bevor ich euch von meiner kleinen Reise berichte, möchte ich auch euch einen Blog vorstellen, der euch ein Land zeigt welches ihr so wahrscheinlich noch nicht gesehen habt.
Es ist der Blog eines Freundes, der gerade Urlaub in Pakistan macht und tagtäglich über seine kleine Abenteuer schreibt.
Schaut gerne mal rein:  https://13daysofpak.wordpress.com/

Nachdem ich eine wunderbare Reise nach London unternommen hatte, fing die Klausurenphase wieder an. Der Stress war wieder da, der Druck und die Zeit etwas anderes zu tun hatte man gar nicht.
Am Donnerstag war ich dann jedoch endlich fertig und so viel Last verschwand von meinen Schultern. Ja, ich fühlte mich frei wie ein Vogel!
Am Freitag fand in Hamburg eine Hochzeit statt. Es war eine schön eingerichtete Halle in Lila und Weiß. Jedoch war die Halle klein und es waren zu viel Gäste da. Insbesondere beim Buffet war die Schlange ziemlich lang und es dauerte eine Weile, bis man wieder an seinem Platz saß.
Am Freitag waren wir ebenfalls auf eine Hochzeit eingeladen. Diese fand in der Nähe von Frankfurt statt. Wir fuhren morgen früh und erreichten das Haus unserer Freunde sechs Stunden später. Bei ihnen machten wir uns fertig und fuhren dann zu der Hochzeit. Es war ein Schloss. Wunderschön und ein Märchen für jedes Mädchen. Es war das Gegenteil von der Hochzeit am Tag davor. Wenig Gäste und das Essen blieb warm, als wir zum Tisch kamen.
Die Bühne der Braut war wunderschön und märchenhaft.FullSizeRender (4)
Als wir nach Hause fuhren war es schon sehr dunkel und mit meinen hohen Schuhen eine Folter nicht sehen zu können wohin man tritt und der Weg war unendlich lang bis zum Auto.
Doch nach all den Hochzeiten, die ich bis jetzt mit erleben durfte, war dies das schönste Märchen.

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London.

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So lange hatte ich kaum die Möglichkeit mir Zeit zu nehmen und etwas zu schreiben. Zum einen waren es meine Klausuren, die ich vorerst hinter mir habe. Aber bald geht es wieder weiter. Zum anderen war es ein kurzer Urlaub nach London und die Aufregung war groß, die Zeit jedoch nicht da.
Wir waren eine Gruppe, bestehend aus Frauen, die sich mit dem  Bus auf den Weg gemacht hatten. Über Holland, Belgien, Frankreich mit einer Fähre rüber nach England. 17 Stunden dauerte die Fahrt, doch hatten wir einen riesen Spaß im Bus, sodass es schneller ging als erwartet. FullSizeRender (2)
Wir befanden uns in einem älteren Stadtteil von London. Zwischen den Häusern befand sich keine einzige Lücke, die Türen schienen zu eng und alles wirkte dennoch friedlich und wunderschön.
Wir hatten uns auf  Regenwetter gefasst gemacht. Für uns Hamburger nichts Neues, was? Jedoch schien in London, so wie auch in Hamburg die Sonne.
Verliebt habe ich mich besonders in die wunderschönen Straßenlaternen, die ich hier so noch nie gesehen habe. Wunderschön.
Natürlich waren wir nicht nur im alten London unterwegs, sondern haben auch eine Nacht-Tour durch Central-London unternommen. Es handelte sich dabei um zwei verschiedene Welten. Während wir uns mit unserem großen Bus und unsFullSizeRender (1)erer tapferen Busfahrerin durch enge Straßen quälten und hin und wieder auch feststeckten, waren die Straßen in Central-London groß und es kamen hohe, gläserne Gebäude zum Vorschein. Wir hatten nicht erwartet auch so etwas zu sehen. London ist so groß, dass wir stets das Gefühl hatten, bereits überall gewesen zu sein doch es war noch lange nicht alles.
Ich hoffe bald wieder dahin zu können, um noch mehr zu sehen. Doch bis dahin muss ich noch einige Klausuren überstehen.

Pendlerprobleme. #2

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Die Tränen waren dabei unsere Augen zu verlassen, der Körper tat uns weh. Wir empfanden Schmerzen im Bauchbereich. Alle beide, E. und ich. Uns war warm und wärmer. Wir atmeten aus, doch schafften es nicht ein.

All das und noch viel mehr geschah am Samstag. Die letzten Wochen vor den Klausuren verbringen wir unsere Samstage in der Uni. Der Weg ist zwar lang, doch ist es sehr hilfreich. Denn dort haben wir unsere Ruhe und keine Ablenkung. Der Tag verlief gut, wir schafften viel.
Auf dem Rückweg stiegen wir unterwegs aus, denn E. wollte Blumen kaufen und auch ich hatte etwas zu erledigen. Somit trennten wir uns, damit wir nicht all zu viel Zeit verloren. Ich war früher fertig und begab mich zu E. in den Blumenladen. Es standen sehr viele Leute da, es dauerte lange. Als wir den Laden verließen, fuhr unser Bus gerade weg. Es war ärgerlich, doch der nächste sollte in fünf Minuten kommen. Er würde fünf Minuten brauchen und wir hätten noch fünf Minuten bis zu unserem Gleis.
Der Bus kam. Sogar zwei Minuten früher. Wir setzten uns und warteten. Wir warteten darauf, dass er endlich abfuhr und wir es noch rechtzeitig zu der Bahn schaffen. Die nächste sollte erst wieder in einer Stunde kommen. Ja, am Wochenende ist es noch viel schlimmer als in der Woche. Der Busfahrer wollte einfach nicht abfahren und wir wussten bereits, unsere Bahn bekommen wir nicht. Doch schaute E. nach, ob die Bahn möglicherweise Verspätung habe. Fehlanzeige.
Wir entschieden auszusteigen und die Stunde in der Stadt zu verbringen. Wir waren gerade dabei, doch die Türen schlossen sich und der Bus fuhr ab.
Wir kamen am ZOB an und hatten noch zwei Minuten. Wir positionierten uns an der Tür und hofften es möglicherweise doch noch zu schaffen. Ich hielt die Blumen in der Hand, E. war hinter mir. Die Tür ging auf, ich sprang raus und fing an zu laufen. Es war noch ein so weiter Weg. Ich erreichte beinahe das Ende der ZOB Insel, doch konnte ich E. nirgends sehen. Ich schaute nach hinten und da war sie. Ich wartete kurz auf  und lief weiter. Über die Straße. Es kam ein leichter Anstieg bis zu einem 3m langen, leuchtendem ‚Tunnel‘ und dann die Ampel. Sie wurde gerade grün, ich drehte mich um, E. hinter mir, und lief rüber. Das Grünzeug in meiner Hand hätte ich liebend gern auf dem Weg zur Seite geworfen. Doch gehörte dieser leider nicht mir. Ich war schon auf der anderen Straßenseite und hörte einen dumpfen Aufprall, drehte mich um und sah E. mitten auf der Straße liegen. Ich lief zurück und half ihr hoch. Wir hatten nur noch eine Minute. Sie schaffte es mit ihrem kugeligen Rucksack hoch und wir liefen etwas langsamer. Über den Zebrastreifen und vorbei an Gleis 1,2,3,4,5 und 6. Ich lief die Treppe runter, mit dem Gedanken die Tür für E. aufzuhalten, sollte diese sich schließen. Wir schafften es beide.Neuer Rekord, 2 Minuten!

Wir fanden Platz im aller ersten Wagon, setzten uns hin und waren fertig. Wir fingen an zu lachen und auch wenn es nicht witzig war, darüber wie E. auf der Straße lag.
Die Tränen waren dabei unsere Augen zu verlassen, der Körper tat uns weh. Wir empfanden Schmerzen im Bauchbereich. Alle beide, E. und ich. Uns war warm und wärmer. Wir atmeten aus, doch schafften es nicht ein.
Wir haben jedoch etwas sehr wichtiges gelernt, es ist machbar in 2 Minuten.

– Eines meiner absoluten Lieblingsbücher ‚Die Seelen im Feuer‘ wurde verfilmt und wird am 02.03.2015 um 20.15 Uhr auf ZDF ausgestrahlt. Ich freue mich und hoffe es macht mir das Buch nicht all zu sehr kaputt. Vielleicht findet ihr auch Gefallen daran-

Zeit.

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Es gibt zwei Arten der Zeit. Mal ist sie langsam, faul und schleichend. Ein anderes Mal ist sie schnell, rasend, unaufhaltsam. So verschieden sie auch sein mögen, haben sie eines gemeinsam: Sie stehen mir und dir immer dann zur Seite, wenn man sie nicht braucht.
So kamen mir die Vorlesungen stets unendlich lang vor, quälend und öde. Und nun ist jede Minute, jede Sekunde so wichtig für mich. Doch die Tage sind unaufhaltsam und rennen an mir vorbei, ich komme nicht  mit. Sie winken mir zu und ich liege schon fast am Boden und komme nicht mehr weiter.
Ich schaue auf meine Unterlagen und sehe keinen Fortschritt in den 10 Stunden, die ich fast täglich in der Bibliothek verbringe. Die Sorge drängt sich an allen anderen Gefühlen vorbei und schreit mich an. Sie schreit mich an und schafft es währenddessen zu wachsen und mein Herz rasen zu lassen. Schafft es, die Angst mit sich zu ziehen und auch diese gegen mich aufzubringen. Doch als sei es nicht genug, holen sie gemeinsam den Druck, der mir mein letztes bisschen Kraft nimmt.

Glück im Unglück.

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Gestern, Versuch F, der Letzte.

So lange hatte ich darauf gewartet, so lange. Doch bevor ich diesen süßen Moment bloß kosten konnte, musste noch einiges geschehen.
Stets zog die Erkältung an mir vorbei und ich sah zu, wie sie andere überfiel. Doch diesmal war auch ich dran. Im Bett liegend, nicht in der Lage irgendetwas zu tun, vergingen die Tage und schon war es Dienstag. Mein zweites Testat am Mittwoch stand bevor und ich war -mal wieder- total panisch. Am letzten Abend ging ich schnell alles durch und auch am Morgen davor.
Am Mittwoch ging ich später zur Uni, war erst um 14 Uhr da. Besuchte die Übung zu Biomedizinischer Optik. Wir waren aufgeregt. Letzter Versuch!
Auf dem Weg zu unserem Praktikum, setzte mein Herz kurz aus. Ich hatte meine Hände in meine Manteltasche gesteckt und merkte sofort das etwas fehlte. Mein Studentenausweis + Monatskarte.
Ich erinnerte mich noch genau, wann ich beide Karten das letzte Mal in der Hand gehalten hatte. Im Bus. Jedoch hatte ich keine Zeit den kompletten Weg zur Bushaltestelle zurückzugehen, von daher ging ich bloß zurück in den Hörsaal. Fehlanzeige.
Innerlich war ich zerstreut und mehr als hundert Gedanken schossen mir durch den Kopf.
Neue Karten, nach Hause kommen, Praktikum, Testat, neue Karten.
Ich hatte keine andere Wahl und musste erst zum Praktikum. Wir waren drei Gruppen in einem kleinen Raum und noch alle mussten testiert werden. Meine Partnerin und ich saßen weit hinten, sodass die anderen vor uns dran waren und wir alles mit anhören konnten. Das Testat war nicht schwer. Auch kam nichts von dem dran, was ich gelernt hatte. Doch ich hatte es endlich geschafft!
Während des Versuchs schaute ich immer wieder in meinen Uni Mail Account, möglicherweise hatte jemand meine Karten gefunden. Doch dies war nicht der Fall, bis ich selbst eine Mail erhielt. Diese war von der Uni und darin stand, dass jemand meinen Studentenausweis abgegeben hatte. Erleichterung überkam mich und der Tag hätte nicht besser laufen können. Leider war es nicht möglich diese noch nach 18 Uhr abzuholen und somit musste ich auf dem Rückweg ohne auskommen.
Ich sah es nicht ein mir eine Karte zu kaufen, obwohl ich doch eigentlich eine hatte und somit beschloss ich mit dem Kontrolleur zu reden, bevor die Bahn abfährt. E. war mit dabei und zusammen stiegen wir in den aller ersten Wagon ein. Wir beschlossen uns hinzusetzen und zu warten, bis er kommt.
Nach 20 Minuten waren wir an der vorletzten Station angelangt und noch immer kam niemand vorbei, um uns zu kontrollieren. Stattdessen stiegen 3-4 Personen in unseren Wagon ein, mit einem überfüllten Einkaufswagen. Was genau darin war, konnte ich nicht sehen. Doch mir war klar, wenn einer der Bahnarbeiter diese gesehen hat, dauert es auch nicht mehr lange bis er in den Wagon kommt um deren Fahrkarten zu kontrollieren.
Und so war es auch. Der Zug war kaum abgefahren und schon war er da. Innerlich hoffte ich, dass es lange dauern würde und ich ohne kontrolliert zu werden raus komme. Doch er stand bloß 3 Meter von mir entfernt und ich hatte noch 10 Minuten.
Die Leute mit dem Einkaufswagen hatten weder eine Fahrkarte dabei, noch einen Ausweis. Der Kontrolleur war streng und hatte bereits seinen genervten Gesichtsausdruck aufgesetzt. Und ich? -Ich bekam es mit der Angst zu tun.
Ich schaute immer wieder auf mein Handy und flüsterte E. die Minuten zu, die noch blieben bis die Bahn hielt.
Die Durchsage für die nächste Haltestelle kam. Doch dies hatte nichts zu heißen. Es blieben immer noch 3 Minuten und diese konnten verdammt lang sein. Einige positionierten sich bereits vor der Tür und E. drängte mich, dasselbe zu tun damit ich elegant verschwinden konnte. Doch hatte ich Angst, dass er doch noch kommt und von jedem die Karte sehen will. Ich stand auf, langsam. Die Bahn hielt, die Tür ging auf und ich schlug mein Schnell-Geh Tempo ein und dies war alles andere als elegant. Doch ich hatte es geschafft!

Heute werde ich meine Karte abholen. Doch habe ich die Befürchtung, dass möglicherweise meine Monatskarte fehlt, da diese mehr wert ist als eine Stundenkarte mit Bild drauf. Zudem wurde die Monatskarte auch nicht in der Mail erwähnt.
Wünscht mir Glück!